Schlagwörter: , ,

Dieses Thema enthält 1 Antwort und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  JackJuicyFruit vor 1 Jahr, 1 Monat.

Ansicht von 2 Beiträgen - 1 bis 2 (von insgesamt 2)
  • Autor
    Beiträge
  • #2245

    Falke78
    Teilnehmer
      • Offline

    Schönen guten Tag,

    Ich bin ganz neu hier und habe direkt mal einige Fragen rund um Cannabis. 🙂

    Also vor einem Monat, habe ich am Samstag das erste mal Cannabis mit einem Kumpel bei mir geraucht, ganz klassisch als Joint mit Papierfilter.

    Ich hatte mich zwar schon genug erkundigt über Cannabis im Voraus, dennoch haben wir gegrillt und vorher 2 bis 3 Bier getrunken. :/ (Grillen ist ja kein Problem vorher) 😉

    Nun ja, als es los ging fühlte ich mich nach 10 bis 20 min extrem durch. Mir war sehr schwindelig und ich hatte starkes Stirndrücken.

    Mein Kumpel merkte scheinbar überhaupt nichts. (Hatte er jedenfalls gesagt)

    Anschließend war ich super lustig und dann extrem müde und verwirrt. Konnte kaum einen Satz zu Ende bringen.

    Ich habe ihm dann noch einen gedreht, weil er nichts merkte. Aber kurz nachdem ich fertig war mit dem Joint, saß ich regungslos da und habe dann einmal ordentlich gegöbelt. Dann hat mein Kumpel den Joint doch lieber weggelegt und ging ins Bett. 😀

    Ich bin nach 5 Stunden so um 3 Uhr Morgens aufgewacht also habe von 22 Uhr bis 5 Uhr früh geschlafen, mir die Kotze vom Leib gewischt und mir ging es dann sehr gut, keinen Kater oder Ähnliches. (Wie sonst nach einem Kater durch Alkohol)

    Also zum Abschluss. Ich war dicht, er hat nichts gespürt. Wir haben 0,5 Gramm pur geraucht. Es war Amnezia Haze. Das erste mal gekifft.

    Ich bin 26 Jahre alt und er ist 23.

     

    So 2 Wochen später habe ich es wieder probiert, dieses mal alleine er hatte keine Zeit gehabt. Ich habe es in meinem Verdampfer zu mir genommen. Es waren 0,2 Gramm. Ich war nach einer Weile ziemlich high. Gleiches wie beim ersten Mal, aber keine Übelkeit und auch kein Übergeben. Also es lag vorher definitiv am Alkohol. Ich werde es auch nie wieder mit Alkohol machen. Also alles in allem ein sehr angenehmes high. Wieder Amnezia Haze.

     

    So das dritte mal war wieder eine Woche später. Ich habe einen Bruder der ist 28 Jahre alt und wollte es auch mal probieren. Ebenso meine Eltern, bei denen ich zurzeit wegen Studium und co. noch wohne. Dieses mal habe ich Jamaica Haze genommen wir teilten es zu dritt, meine Mutter nahm es nicht und mein Vater nahm sich vor es zu probieren, da er öfters Gelenkschmerzen hatte. Wieder war ich richtig dicht und hatte von einem super Lachflash, bis hin zu Fressattacken einen entspannten Abend. Mein Bruder war auch ein wenig komisch, aber nichts besonderes bisher. Mein Vater fand es angenehm und konnte gut entspannen.

     

    So soweit meine Erfahrungen. Jetzt habe ich noch einige Fragen.

     

    1.)

    Ich habe bisher Amnezia Haze / Jamaica Haze / AK-47 zu Hause. Das sind ja alles Sativa Sorten, welche durch einen hohen THC Gehalt, sehr psychoaktiv sind. Gibt es noch weitere Unterteilungen bei Cannabis außer Sativa, Indica und Hybriden?

    2.)

    Ich werde Cannabis nur pur rauchen, nie mit Tabak oder anderen Kräutern. Ist es richtig, desto mehr Cannabis geraucht wird umso stärker die Wirkung? Oder umso mehr geraucht wird umso länger das High? Ist die Wirkung immer gleichstark bei der selben Sorte und Grammzahl? Oder vergeht die Wirkung, desto öfter man kifft?

    3.)

    Ich bewahre es in einem Apothekenglas, fest verschlossen, im Keller und lichundurchlässig auf. Wie lange ist es haltbar? Kann ich mir einen Joint jetzt drehen und wieder ins Glas stecken und erst einen Monat später rauchen? Wenn ich Cannabis alles jetzt mit einem Grinder kleinmache, damit ich es nicht machen muss, wenn ich mir einen drehen will, vergeht dann die Wirkung, weil es klein gemahlen ist?

    4.)

    Was passiert, wenn man mehrere Cannabissorten einfach mischt und dann raucht?

    5.)

    Welche Sorte ist empfehlenswert, wenn man Rheuma hat? Hilft das wirklich gut? Wie oft sollte man es nehmen und wie sollte man es konsumieren?

    6.)

    Was ist mit Cannabissalbe oder Tropfen gegen Rheuma?

    7.)

    Woran erkennt man den Unterschied zwischen den einzelnen Sorten? Die sehen für mich sehr sehr gleich aus? Und wie kann ich Streckmittel erkennen?

     

    So das wären erstmal alle Fragen, ich wäre sehr dankbar, wenn ich ehrliche und viele Antworten bekomme. 🙂

     

     

    #2246

    JackJuicyFruit
    Keymaster
      • Offline

    Hallo und herzlich Willkommen bei uns im Forum! 😀

     

    Das klingt ja erstmal nach einer typischen Beschreibung des „ersten Mal“, mit deinem Grillabend. Und keine Panik, Grillen und Cannabis ist eine Form des Mischkonsums, der wohl in Ordnung geht 😛 Kann sein das es bei dir der Alkohol gewesen ist, weswegen die Übelkeit kam, oder halt auch weil der Joint dich aus den Latschen gehauen hat 😉 Auf jeden Fall ist es aber schon eine gute Idee, Cannabis und Alkohol nicht gemeinsam zu konsumieren, gibt ja doch einige die Probleme mit dieser Mischung haben und ich persönlich muss auch sagen, das ich die Rauschzustände der beiden Stoffe einfach nicht kompatibel finde, das passt einfach nicht zusammen 😛

     

    Du scheinst dich ja wirklich schon ziemlich in das Thema eingelesen und viel gelernt zu haben, kommst hier direkt mit Sativas, Indicas und Co. 😉

    Ich werde mal versuchen deine Fragen der Reihe nach zu beantworten, legen wir mal los 🙂

    Zu 1) Die Unterteilung zwischen Sativa, Indica und Hybriden ist soweit eigentlich die Hauptkategorisierung. Man kann jetzt noch das ganze ein wenig nach der einzelnen Genetik der Pflanzen aufdröseln und ihrer Herkunft. So gibt es zum Beispiele eine Genetik mit dem Namen „Afghanica“, deren Name ja verrät woher sie wohl stammen könnte 😉 Aber rein auf die Wirkung bezogen kann man sich schon ganz gut an Indica und Sativa orientieren, deren Dominanz in der jeweiligen Sorte ja schon verrät, ob es eher psychoaktiv oder körperlastig ist.

    Zu 2) Sind ja einige Fragen zusammen 😛 Die Wirkung wird sich intensivieren je mehr du hintereinander rauchst, das ist quasi wie beim Alkohol. Die Dauer der Wirkung ist halt von vielen Faktoren abhängig, die kann so oder so immer mal wieder variieren, auch wenn du jedes mal das gleiche geraucht hast. Es wäre aber meiner Meinung nach Quatsch, sich zum Beispiel 3g auf einmal reinzuzimmern um sich weg zu dröhnen. Dann lieber erstmal ein bisschen und später dann nachlegen, wenn man meint die Wirkung lässt nach und ist nicht mehr auf dem gewünschten Level. Und natürlich kann die Wirkung auch je nach Sorte variieren. Es wird dir wohl kaum jemand hier immer wieder absolut identisch gegrowtes Cannabis verkaufen können, es gibt halt immer wieder irgendwelche Abweichungen. So kann es sein das dich ein Amnesia Haze das eine Mal aus den Socken haut, eine schlechtere Ernte der Sorte aber so gut wie keine Wirkung hat. Da heißt es Augen auf beim Cannabiseinkauf! 😉 Dann wäre da noch die Sache mit der „Toleranzentwicklung“. Wenn du Cannabis über einen längeren Zeitraum sehr regelmäßig konsumierst wirst du einen Gewöhnungseffekt bemerken. Dies ist wie bei vielen anderen Sachen halt auch, der Körper gewöhnt sich an die ihm zugeführten Stoffe, wodurch die Wirkung sich halt schon etwas abändern kann.

    zu 3) Das ist ja schon quasi professionelle Aufbewahrung bei dir 😛 Cannabis mag es angenehm kühl, nicht zu feucht und vor allem: Dunkel! Licht ist der Feind von THC, um es mal grob zu sagen. Und wie oft hört man von Leuten, die ihr Dope versteckt und vergessen haben, es nach über einem Jahr wiederfanden und es immer noch sehr gut wirkte. Einige Grower (unser Begriff für uns „Cannabiszüchter“ 😛 ) nutzen ja auch eine lange Lagerphase um ihr frisch geerntetes Cannabis langsam zu trocknen, was man auch über mehrere Monate ziehen kann. Auf jeden Fall machst du mit deiner Lagerung erstmal nichts falsch, so wird es lange Zeit frisch bleiben 😉 Du kannst dir auch einen Joint drehen und den über längere Zeit lagern, ich persönlich muss aber sagen, das der Joint dann ein wenig an Aroma verliert im Laufe der Zeit. Und so eine Lunte ist ja schnell gedreht, die muss man ja nun nicht zwingend vorgedreht über Monate lagern 😛

    Zu 4) Wenn du verschiedene Sorten mischt, mischt sich halt der Geschmack und die Wirkung. So kannst du dir quasi aus einer reinen Indica und einer reinen Sativa deinen eigenen Hybrid Joint basteln 😛 Ich selber mische gerne mal verschiedene Sorten in meine Joints. Gerne auch mal Blüten, Hasch, Kief, BHO gemischt in einem Joint, also auch verschiedene „Verarbeitungsformen“ von Cannabis gemeinsam. Ist schon manchmal ganz interessant da ein wenig zu mischen und die gemeinsame Wirkung dann zu testen. Ein sehr körperlastiges Indica, gepaart mit einer kopflastigen Sativa kann zum Beispiel zu einem Netflix-Serienmarathon führen mit Krämpfen vor Lachen 😛

    Zu 5 und 6) Es gibt einige Sorten die bei Rheuma positiv wirken, hier wurden ja auch gute Erfahrungen mit sehr CBD-reichen (hoher Cannabinoid-gehalt) Sorten gemacht. Hier gibt es ja auch bereits einige Cremes und Salben mit dementsprechend hohem Cbd-Gehalt, die entzündungshemmend wirken können bei Rheuma. Welche Konsumform am besten für einen ist muss man einfach mal experimentieren. Einige machen gute Erfahrungen mit solchen Cremes und Salben, andere finden es angenehmer zu rauchen um ihre Wirkung zu erzielen. Entscheidend ist einfach, wobei du dich am wohlsten fühlst 🙂 Es gibt auch Cbd-haltige Tropfen in verschiedenen Konzentrationen, schmecken zwar nicht so gut, wie ich im Selbstversuch herausgefunden habe, aber sind wunderbar bei Entzündungen, oder auch körperlichen Symptomen wie Unruhe, Verspannungen oder Übelkeit, um mal ein paar Beispiele zu nennen.

    zu 7) Den Unterschied herauszufinden ist eine Kunst für sich 😛 Bei den Pflanzenarten kann man es grob so sagen: Indicas haben eher Blätter mit breiten „Blattfingern“, wohingegen Sativas eher schlange, lange Blattfinger ausbilden. Ebenso sind die Blüten von Indica-dominanten Sorten gerne mal etwas dichter, bzw. kompakter gewachsen. Sativas sind da eher etwas luftiger, lockerer gewachsen.  Da es aber nun auch Hybriden gibt ist es manchmal echt schwer das optisch zu unterscheiden. Am besten ist es da immer noch, sich auf seine Nase zu verlassen 😉 Die hilft einem immer noch am besten um zumindest das ganze ein wenig einzugrenzen. Man kann einfach den Geruch einer Kush von einer Haze Sorte unterschieden zum Beispiel, aber optisch wird es schon manchmal kompliziert bei den Blüten. Streckmittel gibt es ja viele verschiedene, die man auf verschiedene Arten feststellen kann, dafür gibt es ein paar kleine Tests für zuhause 😉 Als erstes ist klar die Optik, Geruch, Haptik (wie fühlt es sich an) schonmal entscheidend. Viele Sachen kann man ja schon mit bloßem Auge oder einer guten Lupe erkennen, wie Vogelsand, Glas oder Blei zum beschweren der Blüten.  Dann kann man den „Aschetest“ machen. Ein wenig von dem Cannabis anzünden und mit der Asche mal versuchen auf einem Blatt Papier zu malen. Hinterlässt die Asche einen seltsamen schwarzen Schmierfilm, ist das schonmal kein so gutes Zeichen. Ansonsten kann man halt noch beim anzünden darauf achten, ob das Dope Funken schlägt, extrem qualmt, nur schlecht abbrennt usw., halt alles was seltsam aussieht. Dann kann man noch den Geschmackstest machen, einfach mal mit der Zunge an das Cannabis gehen. Schmeckt es seltsam chemisch, oder brennt sogar auf der Zunge, wäre das ein Zeichen dafür das da was nicht stimmt. Hier empfehle ich auch mal die Seite vom Streckmittelmelder, dort kann man sich noch ein wenig mehr darüber informieren. Hier mal der Link: Streckmittelmelder

     

    So, ich hoffe ich konnte dir schonmal etwas helfen, ist ja doch ein kleiner Roman geworden hier 😛

    Dann wünsche ich mal noch viel Spaß bei uns im Forum, hoffe man hört wieder von dir.

     

    Es grüßt,

    Jack

Ansicht von 2 Beiträgen - 1 bis 2 (von insgesamt 2)

Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.