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Dieses Thema enthält 0 Antworten und 1 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  JackJuicyFruit vor 5 Monate, 2 Wochen.

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    JackJuicyFruit
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    Hallo liebe KiFo – Gemeinde!

     

    Heute möchte Ich mich ein wenig mit dem Thema befassen, wie man anhand der Optik der Ernte Rückschlüsse darauf ziehen kann, was man für eine Genetik vor sich liegen hat. Es ist ja inzwischen eine schier endlose Zahl an Sorten auf dem Markt erhältlich, mit tollen Namen und genial klingenden Werten die der Breeder angibt, dann steht man aber noch vor dem Problem, was für einen Phenotypen man letztendlich da hat. Und diejenigen die ihre Versorgung auf dem Schwarzmarkt einkaufen haben ja auch sehr oft das Problem das man gar nicht weiß was man da jetzt genau für eine Genetik bekommen hat.

    Hier gibt es also jetzt mal eine kleine Hilfestellung, mit der man zumindest optisch schon einmal grob die genetische Dominanz feststellen kann die man da vor sich liegen hat. Dies lässt zumindest schon einmal gob die Richtung feststellen, in die die Wirkung gehen könnte. Natürlich gibt es auch hier inzwischen kleine Überraschungspakete, das eine Pflanze aussieht wie eine üble Sativa, sich in der Wirkung aber wie eine Indica verhält 😉 Aber genug der Einleitung, beginnen wir mit dem eigentlichen Thema

     

    INDICA UND SATIVA – UNTERSCHIEDLICHE OPTIKEN BEI DER ERNTE

    Sehen wir uns doch mal an was es für verschiedene Varianten gibt beim Cannabis. Ich befasse mich hier jetzt mal nur ganz grob damit, wenn ich da jetzt noch in die einzelne genetische Vielfalt eintauche wird das ganze hier ein Buch 😛 Im allgemeinen kann man die Optik hier in drei Bereiche aufteilen: Indica dominant, Sativa, dominant und die Hybriden, die eine Mischung aus beiden darstellen, auch 50/50 Hybriden genannt.

    Im Wuchsbild der Pflanzen und ihrer Blattoptik lässt sich ja schon ganz gut erkennen was man da stehen hat: Eine eher gedrungen wachsende Indica mit breiten Blättern, oder eine hochwachsende Sativa mit langfingerigen gezackten Blättern, hier lässt sich schon recht einfach die dominante Genetik erkennen. Bei den fertigen Blüten lässt sich dies auch noch recht gut erkennen, da es hier eindeutige optische Unterschiede gibt, die wir jetzt mal genauer betrachten werden.

     

    INDICA DOMINANZ

    Die Indicadominanten Sorten zeigen im Wuchs und der Blüte meist ein eher gedrungeneres Wuchsbild mit breiten Blättern. Ihre Blüten werden hierbei eher sehr dicht, kompakt im Wuchsbild, mit kaum Luft in dem Blütenmaterial. Die fertig manikürten Blüten können halt schon aussehen wie kleine „Knubbel“ und bringen beim zerkleinern meist eine Menge an Material zum Vorschein, auf Grund des dichten Wuchses. Hier hätten wir als Beispiel mal eine „Rollex OG Kush“, eine Sorte mit einer 80/20 Indicadominanz, bei der man sehr gut das beschriebene Wuchsbild sieht:

     

    SATIVA DOMINANZ

    Sativas sind ja unsere kleinen Sonnenanbeterinnen 😛 Ist ihr Lebensraum doch in Äquatornähe in sonnigen Gebieten. Sativas zeichnen sich im Grow meist durch ihren etwas höheren Wuchs aus, zusammen mit sehr langfingerigen, an den den Außenrändern gezackten Blättern. Die Blüten der Sativadominanten Sorten werden meist etwas „luftiger“ als bei Indicadominierten Varianten. Das heißt sie wachsen nicht so kompakt und dicht, sondern meist mit etwas mehr Luft in den Blüten, die einzelnen Blütedolden sind hierbei gut erkennbar. So kann es auch mal sein das 5 Gramm einer Indicadominanten Sorte nach wesentlich weniger aussehen, als bei einer Sativadominanten, da die einzelnen Blüten auf Grund der unterschiedlichen Dichte logischerweise unterschiedlich schwer sind.

    Hier haben wir dann einmal eine „Spliff’s Strawberry“, eine 80/20 Sativadominante Sorte, deren Optik und Wirkung gut im Sativabereich einzuordnen ist:

     

    INDICA/ SATIVA HYBRIDEN

    Zu guter letzt haben wir dann noch die Hybriden, also die Mischungen aus Indica und Sativa. Hier ist es immer wieder recht spannend welche Genetik letztenendes in der Wirkung mehr heraussticht, wie oben schon beschrieben gibt es halt auch Sorten die aussehen wie eine Indica, aber eher die Wirkung einer Sativa präsentieren. Dies sind die unterschiedlichen „Phenotypen“ einer Sorte. Je nach Kreuzung und Auswahl der Pflanzen kann man aus Samen einer Sorte unterschiedliche Ergebnisse erzielen, je nachdem was für eine Genetik gerade dominant ist in dem jeweiligen Samen. Dies merkt man besonders bei recht instabilen Genetiken, bei denen sich die Merkmale noch stark mischen und es noch keinen vorherrschenden stabilen Phenotypen gibt. Daher ist dieser Bereich recht spannend, optisch lässt sich halt schon sagen was in der Pflanze jeweils dominanter ist, in der Wirkung kann dies aber auch nochmal ganz anders ausfallen!

    Hat man jetzt das Glück und man hat einen ausgewogenen Hybriden vor sich liegen, der quasi genau zwischen Indica und Sativa liegt, kann man den auch recht einfach erkennen. Es ist halt einfach eine Mischung aus beiden oben beschriebenen Optiken: Die Blüten sind nicht so kompakt und dicht gewachsen wie bei einer Indica, aber auch nicht so luftig locker wie bei einer Sativa, ein Zwischending halt. Hier als Anschauungsmaterial mal eine „UK Cheese“, eine 60/40 Indicadominante Sorte, die in der Optik und Wirkung sehr gut beide Genetiken vereint:

     

    ZUSAMMENFASSUNG

    Kurz gesagt gibt es also einen großen optischen Unterschied in den Blüten bei Indica- und Sativadominanten Sorten, der sich recht leicht erkennen lässt. Komplizierter machen es einem da die ausgewogenen Hybriden, die aussehen können wie eine Sativa, sich aber verhalten wie eine Indica oder anders herum. Man kann durch die Optik schon einmal grob feststellen welche Genetik dominanter ist in der vorliegenden Sorte. Wenn man nun noch die Elterngenetik kennt, aus der die Sorte gekreuzt wurde, kann man hier eventuell anhand des Geruches dann auch noch weiter selektieren, was man da für eine Dominanz vor sich hat 😉 Es ist nicht einfach alle Sorten zu unterscheiden, bei der vorhandenen Vielfalt gibt es auch einfach Sorten die sich so ähnlich sind in Optik, Aroma und Wirkung, obwohl sie aus unterschiedlichen Genetiken gezüchtet wurden.

    Und zu guter letzt hier dann noch einmal alle drei Varianten nebeneinander zum Vergleich, von links nach rechts: Rollex OG Kush(80/20 Indica), UK Cheese (60/40 Indica, sehr ausgewogener Phenotyp), Spliff’s Strawberry (80/20 Sativa)

    So viel dann mal zu diesem Thema, es ist halt nur ein ganz kleiner Exkurs in den Bereich der genetischen Sortenvielfalt, einen leichtes Kratzen an der Oberfläche 😛 Natürlich kann man jetzt noch tiefer in die Materie eintauchen, sich mit den Unterschieden bei den einzelnen Regionen befassen zum Beispiel. Hier gehts dann darum was der Unterschied einer Afghanicadominanten Sorte zu einer Thaisorte zum Beispiel ist, aber das sprengt hier ein wenig den Rahmen 😛

    Ich hoffe ich konnte hier wieder ein wenig was verständlich rüber bringen, wer Fragen hat kann sich natürlich gerne hier an uns wenden 😉

    Es grüßt,

    Jack

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