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    Satihex
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    Hera 2

    Touchscreen-Vaporizer von VapeDynamics

    Angepriesen wird Hera 2 als der Vaporizer, der die Welt erobern wird. Mit vielen „420“- Hinweisen wird behauptet, der beste Vaporizer zu sein und sogar den Pax zu übertreffen. Anfangs dachte ich, die wollen mich veräppeln mit diesem Vaporizer. Wir hatten keinen guten Start miteinander, die zu Beginn doch recht zickige Hera 2 wollte mir nicht nützlich sein, obwohl sie doch dafür gemacht ist.

    Hera 2 ist klein und kompakt, hat ein stabiles Metallgehäuse, Touchscreen, Vibrationsalarm, LED-Beleuchtung, austauschbare Akkus, mehrere Mundstücke für unterschiedliche Vaporisationsarten (Kräuter und Extrakte). Sie ist gut ausgestattet mit allem möglichen technischen und sonstigen Zubehör wie Samttäschchen, USB-Ladekabel, „Schmetterlings-Siebchen“, Stopfhilfe und englischer Gebrauchsanweisung. Ausreichend Zubehör ist vorhanden.

    Ladezeit: ca. 2,5 Stunden

    Befüllen und Handling (Kräuter): Der erste Versuch mit fein gerebeltem Kraut und Schmetterlings-Siebchen in der zweigeteilten Kammer geht daneben. Ich habe die Kammern zu hoch befüllt, deshalb ist der Widerstand beim Ziehen groß. Außerdem zieht es mir massig feines Kraut durch das Mundstück. Nächster Versuch mit weniger fein zerkleinertem  Kraut in den Kammern, die auch nur sehr locker befüllt wurden, das bringt etwas Verbesserung, aber auch hier setzt sich das Siebchen nach wenigen Zügen zu, es muß freigekratzt werden. Das Mundstück sitzt fest und sicher auf dem Gerät, läßt sich jedoch problemlos auch während des Betriebes abnehmen, so daß man vorsichtig Krümel wieder in die Heizkammer bugsieren kann, also nur etwas umständlich, geht aber. Die Reinigung der Kräuterkammern ist ganz einfach, egal, ob mit Schmetterlings-Siebchen oder ohne, nach dem Vaporisieren lassen sich die gleichmäßig gerösteten Kräuter leicht mit einem Bürstchen ausfegen.

    Bedienung: Hera 2 hat ihren „Power“-Knopf seitlich platziert: 3-mal schnell drücken aktiviert das Gerät. Die LEDs leuchten auf, das Logo leuchtet auf, es gibt einen Vibrationsalarm und der Touchscreen zur Menue-Steuerung erscheint. Über den Touchscreen kann man alles Mögliche ein-, an- oder umstellen, wie die seitlichen LEDs, den Vibrationsalarm und natürlich auch den Modus für Kräuter oder Extrakte. Die Menueführung ist leicht verständlich, nach einigen Tagen der „Adaption“ bedient sich das Gerät intuitiv.

    Vaporisationszeiten: nach 5 Minuten im Kräuter-Modus, bzw. nach 3 Minuten im Extrakt-Modus geht Hera 2 in „Standby“. Der Extrakt-Modus hat nur eine voreingestellte, nicht variable Temperatur. Im Kräuter-Modus kann die Temperatur stufenlos in 1-Grad-Schritten von 157°C bis 235°C über den Touchscreen geregelt werden.

    Zugwiderstand und Temperaturentwicklung: Im Kräuter-Modus ist der Zugwiderstand recht häufig zu hoch, da die Siebchen schnell zugesetzt sind und man kratzen muss. Die Temperatur am flachen Mundstück ist erträglich im unteren Bereich, wird über 180°C jedoch deutlich spürbar, das etwas größere Mundstück kühlt den Luftstrom der direkt darunter gelegenen Kammer etwas besser. Die Außentemperatur in Höhe der Heizkammer ist ordentlich, in Höhe des Akkus unten wird es im Lauf der Session ebenfalls recht warm. Die Verwendung von Extrakten erfordert die Verwendung des flachen Mundstückes mit Container. Der Zugwiderstand an sich ist hier moderat, die Temperatur des Luftstroms und des flachen Mundstückes jedoch sind nach wenigen Zügen so hoch, daß es unangenehm wird. Viele kurze, heiße Züge sind für 3 Minuten möglich, wobei die Außentemperatur am Gerät bis zum Akku hinunter gut warm ist.

    Akkulaufzeiten: Etwas enttäuschend. Auch bei niedrigster Temperatureinstellung und möglichst geringer Beanspruchung durch Herumschalten kam ich nicht einmal auf 10 Sessions. Der Akku hat eine Menge zu leisten, mir scheint das Anforderungsprofil überfordert seine Leistungsfähigkeit.

    Fazit: Ein „stylisches Teil“ ist Hera 2 allemal mit ihrem Touchscreen und ihrer stabilen, kompakten Form. Die Mundstücke bleiben auch in der Hosentasche an ihrem Platz, das Gerät ist nachhaltig durch seine Wechselakkus und stabile Außenhülle aus Metall. Die Dame ist jedoch zickig. Sie will zwischendurch freigekratzt werden im Kraut-Modus, zieht schnell durch, eine Kühlung des Luftstroms wäre wünschenswert, die Isolation nach außen ist dergestalt, daß es unangenehm wird, im Verlauf einer Session das Gerät anzufassen oder auch die Lippen länger an das Mundstück zu halten. Im Extrakt-Modus ist das noch eine Stufe härter bzw. heißer. Die voreingestellten Temperaturen kann man mögen, muß man aber nicht. Also: Luftzuführung verbessern und Luftschlitze vergrößern – Luftstrom zu heiß, Mundstücke im Betrieb zu heiß, Gerät außen auch heiß – Temperaturbereich für Kräuter erweitern, für Extrakte möglich machen –

    Bitte beibehalten: Das großartige Design, die simple Touchscreen-Menue-Führung, die multiplen Auswahlmöglichkeiten, die stabile Metallhülle, die Wechselakkus.

    Einer Eroberung der Welt steht mit ein paar Verbesserungen nichts im Wege, aber so wird das erst mal nix, das geht besser.

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