Dieses Thema enthält 5 Antworten und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  JackJuicyFruit vor 2 Jahre.

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  • #650

    RoyalGanja
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    Hallo Leute,

    Ich sammel seit einer Weile Stiele, Blätter, kleine Krümmel und natürlich Skuff. Es ist jetzt schon einiges zusammengekommen. Da ich schon immer Mal das Dabben probieren wollte, spiele ich mit dem Gedanken, die Reste auf diese Weise zu verwerten. Allerdings hab ich nach längerem Recherchieren einige Bedenken, was die Herstellung betrifft. Das extrahieren mit Butangas war mir von Anfang an suspekt, da ich häufiger gehört habe, das Rückstände des Gases im Endprodukt enthalten seien, da es sich nie zu 100% verflüchtigt. Außerdem ist das Equipment nicht gerade billig. Deshalb wollte ich jetzt auf die Rick Simpson Methode zurückgreifen, da diese mir am einfachsten und sichersten erscheint. Meine Frage ist bloß, wie ich das Ethanol vollständig und rückstandslos verkoche, ohne dass dabei das Öl anbrennt, verdampft oder an Potenz verliert? Ich möchte weder Öl mit Ethanol, noch mit Butanresten konsumieren…Die Rosin Methode scheint mir wenig effizient und verspricht eine geringe Ausbeute. Ich hoffe ihr habt ein paar Tips für mich…

    Gruß! 🙂

    #667

    JackJuicyFruit
    Keymaster
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    Hallo RoyalGanja 😀

    Das herstellen von Extrakten gewinnt ja immer mehr an Beliebtheit, ich selber mache das ja auch schon seit einiger Zeit mit meinen Schnittresten und ähnlichem, nutze dafür die Butangasextraktionsvariante. Und da muss ich sagen das ich vom Equipment her auch noch ganz günstig weg gekommen bin 😛 So ein Extraktor (zB. Honeybee) kostet ja nicht die Welt und solche Sachen wie eine Vakuumkammer+Pumpe kann man machen, muss man aber nicht 😉 oder man baut es sich selber 😛

    Das größte Problem beim extrahieren ist das entfernen des Lösungsmittels aus dem gesammelten Extrakt, wie du schon sagst. Die Lösungsmittel entfernt man halt zum einen durch das zuführen von Wärme (Wasserbad zum Beispiel) und durch vakuumieren, wenn man die Möglichkeit hat eine Vakuumpumpe zu nutzen. Bei dem erwärmen muss man halt nur darauf achten, das man das ganze nicht zu lange erhitzt und auch nicht zu heiß macht. Deshalb nutzt man ja auch Lösungsmittel, die bereits bei einer sehr geringen Temperatur wieder verdampfen, lange bevor das gewonnene Extrakt schaden nehmen kann. Butangas und Alkohol zum Beispiel verdampfen ja bereits bei einer sehr niedrigen Temperatur…

    Um das ganze Lösungsmittel zu entfernen hast du nun also die Möglichkeit das ganze im Wasserbad bei geringer Wärme zu machen. Hier ist es hilfreich das Extrakt während des erwärmens mit einer Nähnadel oder ähnlichem zu rühren, dann kann sich das Lösungsmittel besser wieder herauslösen. Natürlich nimmt man kein sprudelnd kochendes Wasser, dass wäre viel zu heiß, dann würde das Extrakt auch an Qualität und Aroma verlieren.

    Eine Vakuumpumpe kann diesen Vorgang natürlich noch unterstützen, da der Unterdruck dabei hilft das Lösungsmittel zu entfernen. Klar sind diese Pumpen und Kammern echt teuer, und für den Gebrauch nebenbei eher eine unnötige Anschaffung, aber mit ein bisschem technischem Know How und McGyver Genen kann man sich selbst ganz schnell auch eine kleine Vakuumpumpe bauen 😉 Vielleicht kennst du ja aus einschlägigen Geschäften solche „Penispumpen“, oder falls du im KFZ-BEreich affin bist, vielleicht kennst du die Pumpen mit denen man Bremsflüssigkeit austauscht bei Autos? Die sind billig und können auch n nettes Vakuum erzeugen 😛 Ein wenig Kreativität und man findet eine Lösung… 😉

    Aber eigentlich ist das erwärmen und rühren schonmal eine gute Variante um die Anschaffung einer Vakuumpume zu umgehen, man kommt dann halt nicht in den Genuss von diesen hübschen Glasartigen Platten die man im Internet so sieht, da die durch vakuumieren entstehen bei gutem Ausgangsmaterial, aber man bekommt damit ein recht reines Extrakt hin 😀

    Was viele Leute gerne vergessen, oder auch einfach nicht wissen: Auch ein Extrakt wie BHO sollte nicht direkt nach der Herstellung konsumiert werden, sondern sollte ruhig auch erstmal eine Zeit reifen. Hier kann man das quasi handhaben wie beim fermentieren von Blüten, einfach an einem trockenen, dunklen, nicht zu warmen Ort stellen und ab und an mal lüften und ruhig auch nochmal rühren. Dadurch entsteht dann gerne mal eine leicht wachs-artige Konsistenz, am besten vergleichbar mit Ohrenschmalz 😉 Lässt sich dann aber auch gut dosieren und verarbeiten, besser als wenn es Fäden zieht wie Honig 😀

     

    Die Rosin-Methode finde ich persönlich auch noch etwas seltsam 😛 Klar kann man das machen wenn man unbedingt aus einer Blüte einen Dab herstellen möchte, aber um damit seinen kompletten Bestand an Extrakten zu machen finde ich etwas seltsam, zumal die Qualität des gewonnen Extrakts auch nicht so gut ist wie bei anderen Varianten, meiner Meinung nach…

    #680

    RoyalGanja
    Teilnehmer
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    Ok danke! Das mit dem Wasserbad ist eine gute Idee. Das werde ich mal versuchen.

    Gruß! 🙂

    #1299

    JackJuicyFruit
    Keymaster
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    Wollte mal wieder reinhören Ganja, hast du inzwischen mal was an Extrakt herstellen können? 🙂

    #1320

    RoyalGanja
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    Hm ich bin am überlegen, ob ich doch lieber noch etwas warte. Ich habe in etwa 20g Kleinzeug und Stiele (50:50) und weiß nicht, ob es sich schon lohnen würde. Das entspricht ja nichtmal einem halben Gramm Konzentrat oder?! Ich hab auch noch nen ganz hübsches Pflänzchen, dessen Verschnitt die Sache aufwerten würde. Allerdings müsste ich dann noch bis Herbst warten. Was meinst du Jack? Wie viel Ausgangsmaterial benutzt du immer für einen Durchgang?

    LG Royal Ganja!!

    #1321

    JackJuicyFruit
    Keymaster
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    Wenn ich ehrlich bin hab ich das noch nie wirklich nachgewogen 😛 Ich stopf einfach immer rein, bis der Extraktor voll ist 😉

    Meine persönliche Meinung wäre aber auch dann lieber noch ein wenig zu warten und direkt mehr herzustellen. Ein halbes Gramm ist zwar auch erstmal eine Menge, da man ja nur ein bisschen was braucht pro Dab, aber für den Aufwand lohnt es sich dann doch nicht. Dann nimm lieber noch den Verschnitt von der einen Pflanze mit dazu, schaden wird es sicherlich nicht 😛

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