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Dieses Thema enthält 3 Antworten und 3 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  TocherMarley vor 3 Monate.

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    JackJuicyFruit
    Keymaster
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    Hallo liebe KiFo-Gemeinde! 😀

     

    Es kommt ja immer wieder mal vor, dass Konsumenten während des Rausches Panikattacken bekommen mit dementsprechenden körperlichen Symptomen. Ich habe mich jetzt mal hingesetzt und möchte hier ein wenig darüber informieren, was für Ursachen so eine Panikattacke haben kann, welche Symptome auftreten und vor allem wie man dem ganzen Vorbeugen kann oder was zu tun ist wenn das Kind in den Brunnen gefallen und euer Freund völlig panisch ist.

     

    DIES IST NUR EIN RATGEBER!

    IM NOTFALL IST IMMER EIN NOTARZT ZU KONSULTIEREN!

    IN DIESEM BEITRAG GEHEN WIR DAVON AUS, DAS KEINE KÖRPERLICHEN URSACHEN/KRANKHEITEN DIE URSACHE SIND.

    AUCH GEHEN WIR DAVON AUS, DAS KEINE BEDENKLICHE ODER GEFÄHRLICHE PSYCHISCHE URSACHEN WIE Z.B. PSYCHOSEN VORLIEGEN.

    DIESER BEITRAG RICHTET SICH AUSSCHLIEßLICH UND NUR ALS HILFESTELLUNG, AN GESUNDE MENSCHEN!

    OB DEM SO IST, MÜSST IHR UNBEDINGT IM VORFELD MIT EUREN HAUSARZT ABKLÄREN UM SICHER ZU GEHEN!

    DAS KIFFERFORUM ÜBERNIMMT KEINE HAFTUNG FÜR EVENTUELLE SCHÄDEN DIE DURCH DAS BEFOLGEN DES RATGEBERS ENTSTEHEN!

     

     

    Allgemeines/ Symptome

    Unter einer Panikattacke versteht man umgangssprachlich ein plötzliches Auftreten von Angstgefühlen ohne erkennbaren Grund, welches im Normalfall nach einiger Zeit abklingt. In dieser Situation ist der Betroffene extrem angespannt und unruhig, der Körper stellt sich auf eine Gefahrensituation ein und reagiert dementsprechend mit der Ausschüttung von Adrenalin. Bei einer ausgeprägten Panikattacke kann bei einigen Menschen auch das rationale Denken vollständig aussetzen und der Flucht-bzw. Schutzgedanke drängt sich in den Vordergrund. In so einer Situation können Menschen teils irrationale Selbst- oder Fremdgefährdende Handlungen vollbringen.

    Woran erkennt man denn nun, dass jemand eine Panikattacke hat oder dabei ist eine zu bekommen?

    Dies kann sich von Mensch zu Mensch verschieden aussehen, von daher beschreib ich hier mal die gängigsten Symptome.

    • Atemnot, Engegefühl in Brust und Kehle

    • Hyperventialtion (als Folge Kribbelgefühle in Gesicht und Händen, Muskelkrämpfe)

    • Herzrasen

    • Schweißausbrüche

    • Zittern, Schwindel, Erbrechen

    • Angstgedanken („Das ist ein Herzinfarkt“, „Jetzt sterbe ich gleich“, „Ich werde verrückt“)

    • Depersonalisationsgefühle („Neben sich stehen“, „Nicht mehr ich selber sein“)

    • Derealisationsgefühle (Umgebung wird als fremd, unwirklich wahrgenommen)

    • Angst davor, Haus oder Wohnung zu verlassen, da etwas passieren könnte

    Der menschliche Körper kann sehr extrem auf Stress reagieren. Wie schon gesagt können Menschen dann auch vollkommen irrational handeln und eine Gefahr für sich selbst und andere darstellen (Fight or Flight Prinzip genannt, Kämpfen oder Fliehen, mit allen Mitteln)

    Warum kann Cannabis so etwas auslösen?

    Da gibt es verschiedene Ansätze zu. Einer besagt das Cannabis als eine Art „Emotionsverstärker“ dient, der in diesem Fall negative Empfindungen oder unterdrückte Ängste verstärkt und zum Vorschein bringt. Durch seine Wirkung im Gehirn soll Cannabis dann bei kleineren emotionalen Ausbrüchen, die ja durch Hormone gesteuert werden, dafür sorgen dass verschiedene Hormone vermehrt aufgenommen werden oder andere eben vermindert. Dadurch kommt der Hormonhaushalt im Körper logischerweise völlig durcheinander und die Reaktion darauf kann im schlechtesten Fall halt auch eine Panikattacke sein.

    Ein anderer Ansatz befasst sich hingegen mit dem körpereigenen Cannabinoidsystem.

    Das Cannabinodsystem des Körpers soll unter anderem auch für die Regulierung der „Angst Hormone“ zuständig sein. Kommt nun die richtige Mischung und Menge an CBD aus dem Hanf in den Körper kann es dazu kommen, dass das körpereigene Cannabinoidsystem aus dem Gleichgewicht gerät und seine Funktion nicht korrekt ausüben kann. Im Gegenzug soll aber auch hier der Schlüssel liegen für die angstlindernden Effekte einiger Cannabissorten. Leider finde ich da nicht sonderlich viel Informationsmaterial drüber, werde mich aber nochmal melden wenn ich was neues weiß 😀

     

    Warum Cannabis jetzt genau Panikattacken auslösen kann ist also nicht so ganz geklärt, da bedarf es noch an wesentlich mehr Studienarbeit.

    Mögliche Auslöser/ Was begünstigt Panikattacken?

     

    Etwas was aber eigentlich recht sicher ist und vielen Konsumenten ein Begriff ist das „Setting“. Also das Umfeld, die äußeren Einflüsse und wie man sich selber aktuell fühlt. So kann Cannabis einen Konsumenten in positiver Stimmung noch weiter stimulieren, im Gegenzug kann es aber auch negative Stimmungen verstärken. Da besteht häufig die Problematik darin das Cannabis die Gedanken „beflügeln“ kann. Jeder der schon mal konsumiert hat kennt ja sicher das Kopfkino, das man sich mit breitem Grinsen auf dem Sofa ansieht 😉 Dies kann bei einer negativen Vorstimmung dann schnell dazu führen, dass man über negative Dinge nachdenkt und sich so immer weiter reinsteigert. Ebenfalls begünstigt werden kann das ganze durch äußere Einflüsse, wie zum Beispiel die Angst erwischt zu werden, wenn man keinen sicheren Ort zum konsumieren hat oder ganz banal durch einen Kumpel der neben einem langgeht und Horrorstorys erzählt nach dem Motto: „Ey ich hör hinter uns die ganze Zeit Schritte!“ So etwas führt dann schnell mal zu einem panischen Sprint um seinen eingebildeten Verfolgern zu entkommen. Halten wir also fest, folgende Einflüsse können eine Panikattacke begünstigen:

    – Unbekannte Umgebung, die als „nicht sicher“ eingestuft wird

    – Unbekannte Personen

    – Horrorphantasien (Ey, ich hör Schritte)

    – Persönliche Einstellung (gut oder schlecht gelaunt, etc.)

    – Überreizung (Bsp: Disco mit lauter Musik, Stroboskoplicht und anderen Lampen)

    – Angst vor Konsum/ Wirkung (bei Menschen ohne Cannabiserfahrung)

    – Bereits im Vorfeld negative Erfahrungen mit Cannabis

    Dies sind nur ein paar mögliche Ursachen, die eine Panikattacke begünstigen oder verstärken können.

    Auf den letzten Punkt möchte ich noch einmal kurz etwas genauer eingehen, da dieser häufig auch unterschätzt wird. So ziemlich jeder hatte wahrscheinlich schonmal eine negative Erfahrung beim Konsum, dies kann durch verschiedene Dinge beeinflusst werden. Wenn man zum Beispeil an einem sehr warmen Tag wenig gegessen und getrunken hat und dann etwas raucht, kann schnell mal der Kreislauf in den Keller sacken. So ein Erlebnis kann sich schnell im Kopf festsetzen und man ist beim nächsten mal rauchen schon etwas angespannter. Dadurch kann es passieren dass das rauchen selbst zu einem Auslöser (Trigger) wird und man fängt an die eigentlich normalen Reaktionen des Körpers, wie ein schnellerer Herzschlag, als Symptom eines Problems zu betrachten. Der Mensch neigt ja auch dazu sich negative Erlebnisse eher zu merken, da diese einfach besser im Gehirn mit starken Emotionen verknüpft sind als zum Beispiel neutrale Reize. Dies kann sich dann soweit steigern, das man vor dem Rauchen bereits so aufgeregt ist, das man quasi eine Panikattacke erwartet.

    Auch wenn viele denken, das ihnen das nicht passieren wird, sie wissen ja was Cannabis bewirkt und können das unterscheiden, muss man sagen das dies nicht der Fall sein muss. Wie schon gesagt müssen Handlungen und Gedanken während einer Panikattacke nicht immer rational sein und wenn der Kopf erstmal anfängt zu arbeiten und Szenarien zu spinnen können da auch mal negative Gedankengänge bei sein. Die entstehenden Angstgefühle müssen keine rationale Ursache haben, sie können auch einfach durch die Sachen entstehen die man sich im Kopf zusammenspinnt.

    Prophylaxe/ Vorbeugen

     

    Man kann Panikattacken etwas vorbeugen, indem man sich ein wenig auf den Konsum vorbereitet. Gerade wenn man nervös ist oder sonst irgendwie unruhig, ist es ratsam sich erst einmal eine entspannende Atmosphäre zu schaffen, in der man runter kommen kann.

    Es ist möglich sich den Ort vorzubereiten, indem man zum Beispiel passende Beleuchtung wählt, gute Musik, frische Luft, halt einfach so, dass man sich selbst wohl fühlt. Das kann für jeden ja etwas anderes bedeuten. Bei erstmaligem Konsum oder wenn man schon negative Erfahrungen gemacht, es aber noch mal probieren möchte, kann es nicht schaden einen Freund dabei zu haben, der auf einen aufpasst (auch Tripsitter genannt 😉 ). Die bloße Präsenz kann schon ausreichend sein um wesentlich entspannter in der Situation zu bleiben.

    Der Mischkonsum von zum Beispiel Cannabis und Alkohol sollte vermieden werden, da es hierbei auch zu Wechselwirkungen kommen kann. Ebenso ist Vorsicht geboten bei manchen Medikamenten, da diese den Rausch negativ beeinflussen können. Hierbei kommt es zum einen darauf an welche Medikamente man verträgt, wie stark die Gewöhnung an das Medikament ist und die letztendliche Menge die sich dann im Körper vermischt. Um eine Wechselwirkung als Ursache auszuschließen sollte man sich auf eine Droge beschränken 😉

    Die eigene Krankheitsgeschichte sollte am besten auch bekannt sein. Sind zum Beispiel Erkrankungen des Herzens oder des Kreislaufsystems bekannt. Auch Diabetes kann das ganze beeinflussen da Cannabis den Blutzuckerspiegel senkt, daher kommen auch die Heißhungerattacken 😉 Wer ganz auf Nummer Sicher gehen will, lässt sich von einem Arzt durchchecken, mit EKG, Blutbild und was man halt noch so braucht um einmal einen Überblick über seinen Gesundheitszustand zu bekommen.

     

    Was tun bei einer Panikattacke?

     

    Nun ist das Kind in den Brunnen gefallen, euer Freund dreht vollkommen durch und ist völlig panisch. Was kann man nun machen?

    Das wichtigste was man in so einer Situation machen kann ist dem Betroffenen so viel Sicherheitsgefühl wie möglich zu geben. Das heißt jetzt nicht dass ihr eurem Freund eine Waffe in die Hand drücken sollt damit er sich gegen seine Ängste wehren kann, ihr könntet eine dieser Ängste sein die er abwehren möchte!! Versucht eine ruhige Umgebung zu schaffen, das heißt wenn ihr mit 20 Leuten in einem 8m² Zimmer seid und ihr euch vor lauter Nebel gar nicht mehr seht, sorgt für Platz und frische Luft. Laute Musik sollte zunächst abgeschaltet werden.

    Wild auf seinen Freund einreden ist auch eher kontraproduktiv, hört ihm lieber zu und beobachtet ihn gut. Dann kommt man meist ganz schnell drauf was das aktuelle Problem des Betroffenen ist und kann gezielt gegen angehen. Solche Panikattacken können manchmal sehr irrational sein, euer Freund könnte zum Beispiel der Meinung sein das jemand im Wandschrank hockt und euch gleich töten will. Weiß man erstmal was es ist kann man gezielter auf den Betroffenen eingehen und seine Ängste mindern.

    Lasst euren Freund aber nicht aus den Augen, bei einer ausgeprägten Panikattacke können Menschen auch selbstverletzende Handlungen an den Tag legen, wie zum Beispiel die Flucht aus dem Fenster im 2. Stock. Solche Handlungen sind logischerweise zu verhindern, achtet aber immer darauf das euer Freund sich in einem absoluten Ausnahmezustand befindet. In so einer Situation könnt ihr selbst ganz schnell mal angegriffen werden, von daher sollte man immer mit wachem Auge in so einer Situation bleiben.

     

    Erste Hilfe bei Zusammenbruch

    !!Verliert euer Freund das Bewusstsein sollte immer ein Notarzt informiert werden!!

    Es ist von außen nicht einsehbar ob es nicht doch zu inneren Verletzungen gekommen ist oder anderen gesundheitlichen Risiken. Auch bei Panikattacken ohne Bewusstlosigkeit kann es nicht schaden einen Arzt zu konsultieren um eventuelle Erkrankungen oder Folgeschäden ausschließen zu können!

     

    Euer Freund ist noch ansprechbar

    Euer Freund ist noch wach und antwortet euch, er ist aber sehr blass und fühlt sich nicht gut mit Schwindelgefühl, Übelkeit, Herzrasen, Tunnelblick, kaltes schwitzen.

    Sorgt für frische Luft! Gerade wenn man mit Freunden irgendwo drinnen sitzt ist so ein Zimmer ja gerne mal schnell eingenebelt. Also Fenster auf und Luft rein!

    Flüssigkeit ist gut für euren Freund. Natürlich keine alkoholischen Getränke und eiskalt sollten sie auch nicht sein, da viele auf die Kälte mit erbrechen reagieren können in so einer Situation. Am besten wäre ein etwas mit Wasser verdünnter Fruchtsaft um dem Körper Flüssigkeit und Nährstoffe zu geben. Der Fruchtzucker gibt erstmal wieder ein wenig Energie.

    Die Schocklage müsste der ein oder andere ja noch aus seiner Führerscheinzeit kennen. Ist euer Freund immer noch ansprechbar und erbricht sich nicht könnt ihr ihn auf seinen Rücken legen und die Beine etwas hochlagern. Das hilft um dem Kreislauf wieder ein wenig auf die Beine zu helfen.

     

    Euer Freund ist nicht ansprechbar

    ES MUSS UNBEDINGT EIN NOTARZT VERSTÄNDIGT WERDEN!

    Die Schocklage ist in diesem Fall absolut tabu! Sollte euer Freund erbrechen könnte es sonst zu Erstickungen führen! Im Falle einer Ohnmacht ist die stabile Seitenlage das einzig wahre um euren Freund zu lagern, bis Hilfe eintrifft. Achtet in der Zeit auf die Vitalfunktionen eures Freundes, also auf die Atmung, fühlt den Puls und achtet darauf, dass er kein erbrochenes im Mund hat welches er einatmen könnte. Habt keine Angst dem Notarzt zu erzählen was passiert ist! Euer Freund kann am besten behandelt werden wenn der Arzt genau weiß was passiert ist und welche Stoffe vielleicht im Spiel sind..

     

    Ich hatte eine Panikattacke, was nun?

     

    Wenn die Panikattacke bereits weg ist und man sich wieder fit fühlt, sollte man erstmal ein wenig für frische Luft und Nährstoffe sorgen. Hier kommt wieder der Fruchtsaft zum Einsatz, oder wenn einem nicht übel ist gehen auch Traubenzuckerbonbons. Rauchen und Alkohol sind jetzt logischerweise tabu! Der Abend sollte dann auch beendet werden, so eine Panikattacke kann einen ganz schön schlauchen. Wahrscheinlich kommt man schon von selbst auf die Idee ins Bett zu gehen oder schläft einfach da wo man grad liegt 😉

    Im nachhinein sollte der Hausarzt aufgesucht werden um das ganze einmal abzuklären. Es kann sich ja auch eine bisher unbekannte Erkrankung dahinter verstecken, von daher ist die Meinung eines Experten ein sicherer Weg. Hier könnt ihr auch ehrlich beschreiben, das ihr wegen eines Problems mit Cannabis da seid. Und da mit der eigenen Gesundheit nicht zu spaßen ist, sollte hier sowieso nicht gelogen werden. Ein Arzt kann euch nur behandeln wenn er weiß was passiert ist!

    Wenn die Ergebnisse vorliegen und keinerlei körperliche Einschränkungen bestehen die das erklären würden, kann man sich überlegen vielleicht wieder mit dem Cannabis anzufangen. Hier sollte man aber dennoch Vorsicht walten lassen! Achtet dann wirklich darauf das ihr euch fit fühlt und in guter Stimmung seid. Wenn von den äußeren Umständen und der eigenen Einstellung alles passt, fangt erstmal langsam an, nicht sofort ein Joint mit 2g für einen alleine auf einmal! Ruhig erstmal ein bisschen weniger rauchen und dann langsam steigern, wenn man meint das es geht.

     

    Ganz Wichtig: Don’t Panic!

     

    Wenn ihr merkt das ihr aufgeregt seid, atmet erstmal tief durch! Cannabis kann euch nicht töten, so viel kann man gar nicht rauchen. Das euer Herz anfängt schnell zu schlagen ist ganz normal, das Cannabis senkt den Blutdruck und das Herz muss dann halt etwas mehr pumpen. Das ist vollkommen normal und nach einer kurzen Zeit werdet ihr das auch gar nicht mehr so merken und das Herz wird sich wieder beruhigen. Bleibt ruhig, trinkt einen Schluck und macht es euch bequem, legt die Beine etwas hoch. Das ganze wird sich wieder beruhigen, denkt immer daran: DON’T PANIC! 😀

     

    So, das war erstmal ein kurzer Ratgeber zum Thema Panikattacken, ich hoffe ich konnte ein wenig helfen 😉 Natürlich wünsche ich keinem User solch eine Erfahrung, aber es ist gut eine kleine Hilfe zur Hand zu haben wenn es notwendig ist 😀

     

    Es grüßt,

     

    der Jack

    #855

    Lips
    Teilnehmer
      • Offline

    Hi Jack, Panikattacken haben nix mit Bewusstlosigkeit zu tun 😉 aber der Tipp, umgehend den Notarzt zu informieren, sobald der Freund nicht mehr bei Bewusstsein ist, der ist goldrichtig *daumenhochemoji*.

    Hier noch ein ganz heißer Tipp: Wenn ihr die Symptome verspürt oder merkt, dass ein Freund in diese Situation kommt, dann solltet ihr Achtsamkeitsübungen, sogenannte Skills machen. Bei mir funzt die 5 – 4 – 3 – 2 – 1 Methode hervorragend. Aufmerksamkeit auf 5 Dinge richten, die ich sehe und diese beschreiben (nicht bewerten, nur Eigenschaften nennen, z. B. ich sehe ein Fenster, das hat weiße Kunststoffrahmen). 5 Dinge, die ich höre beschreiben (Vogelgezwitscher, eigenes Herz, Tinnitus, Auto). 5 Dinge, die ich spüre beschreiben (Stein im Schuh, Füße stehen nicht fest auf dem Boden, der BH kneift, sowas alles).

    Dann 4 Dinge beschreiben, die ich sehe, höre, spüre

    Dann 3 Dinge, dann 2 , dann 1. Bis dahin ist der Blutdruck wieder unten und der Herzschlag gesenkt, also man wird wieder ansprechbar. Ich habe sogar immer eine chili-schote und einen stein bei mir, falls ich nicht genug „spüren“ kann. Dann gilt nur noch: Ruhe schaffen, nicht anfassen bis alles wieder gut ist. Das merkt ihr dann.

     

    Nochmal zum Anfang dieses Beitrags: Eine Panikattacke kommt nicht vom Kiffen, kann aber begünstigt werden. Wer diese Erfahrung schon einmal gemacht hat, sollte unbedingt mit seinem Hausarzt darüber sprechen oder evtl. auch mit einem Psychologen. Der Auslöser muss gefunden werden, sonst kommt sowas immer wieder und zwar immer wieder UNERWARTET. Lest euch nochmal die Risiken einer Attacke durch und nehmt das ernst.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 6 Monate, 2 Wochen von  Lips. Grund: musste nachtrag machen ;)
    #857

    JackJuicyFruit
    Keymaster
      • Offline

    Hey Lips 🙂

    Danke für deine Antwort, klar hast du recht das die Panikattacken nichts mit Bewusstlosigkeit zu tun haben 😉 Musste mich aber auch irgendwie ein wenig auf etwas begrenzen, ansonsten wäre das ein eigenständiges Buch geworden und kein zusammengefasster Thread und so habe ich mich erstmal auf die physischen Symptome, die schlimmstenfalls auftreten können, befasst. Klar ist auch das so eine Panikattacke durch das kiffen begünstigt werden kann, es aber selten der eigentliche Auslöser ist sondern dieser woanders zu suchen ist.

     

    Deine Tips um sich wieder etwas zu fokussieren in so einer Situation sind sicherlich auch hilfreich für einige andere, da gibt es ja verschiedene Atem- oder Konzentrationsübungen mit denen man arbeiten kann. Es ist halt einfach ein sehr umfangreiches Thema, da sich bei jedem Menschen so eine Panikattacke ja ganz individuell gestaltet. Da ist es einfach schwer ein allgemeingültiges Schema zu finden, das jedem hilft. Du hast recht damit das man sich auf jeden Fall intensiver damit befassen sollte, wenn so etwas vermehrt auftritt.

     

    Es grüßt,

    JackJuiyFruit

    #1478

    TocherMarley
    Teilnehmer
      • Offline

    Wenn ihr merkt das ihr aufgeregt seid, atmet erstmal tief durch! Cannabis kann euch nicht töten, so viel kann man gar nicht rauchen. Das euer Herz anfängt schnell zu schlagen ist ganz normal, das Cannabis senkt den Blutdruck und das Herz muss dann halt etwas mehr pumpen. Das ist vollkommen normal und nach einer kurzen Zeit werdet ihr das auch gar nicht mehr so merken und das Herz wird sich wieder beruhigen. Bleibt ruhig, trinkt einen Schluck und macht es euch bequem, legt die Beine etwas hoch. Das ganze wird sich wieder beruhigen, denkt immer daran: DON’T PANIC!

     

    Das Problem bei so einer Panikattacke ist ja das du nix mehr unter Kontrolle hast. Auch nicht dein rationales Denken, in dem dir bewusst ist, dass das alles vorbei geht….

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