Dieses Thema enthält 2 Antworten und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  JackJuicyFruit vor 3 Monate.

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    JackJuicyFruit
    Keymaster

    Hallo liebe KiFo – Gemeinde!

     

    Wollen wir doch auch mal ein wenig was in unserem Urlaubs-Thread schreiben, damit hier auch mal was geschieht 😉 Da kann man mal sehen, von wegen faule Kifferbande 😛 Alle immer so beschäftigt das keiner Zeit hat für Urlaub und Urlaubsgrüße 😉

    Von daher möchte ich heute ein wenig über einen kleinen Tagestrip berichten, dieses mal ging es ins TOVERLAND, einem niederländischen Vergnügungspark in Sevenum bei Venlo, nicht weit von der Niederländischen Grenze. Toverland Website

    Der Tag begann früh um 8 Uhr am Bahnhof, geplant war es mal wieder diese Tour mit der Deutschen Bahn zu meistern, zumindest bis man über die Grenze ist wo man dann Kunde der niederländischen Verkehrsbetriebe wird.

    Dank der Deutschen Bahn gestaltete sich die Fahrt bis zur Grenze auch noch als recht „spannend“. Durch Verspätungen hat man seine Anschlusszüge verpasst und hatte so unter anderem einen längeren ungeplanten Aufenthalt in Duisburg und dann nochmal kurz vor der Grenze… Aber man war ja ausreichend ausgestattet mit Wegzehrung, so konnte man die außerplanmäßige Wartezeit ganz gut überbrücken und war bereits vor der Grenzüberschreitung auf einem sehr guten THC – Level 😛

    Nach Ankunft an unserem Ziel Bahnhof in Sevenum, stellte sich dann leider heraus, das man den Pendelbus zwischen Bahnhof und Vergnügunspark auch verpasst hatte, und dieser erst wieder in 2 Std fährt… Also kurz aufs Smartphone geblickt, beschlossen das diese knapp 7km auch zu Fuß zu schaffen sind und Attacke! Mit ein paar Lunten, unter anderem einem sehr leckeren Strawberry Haze, ging dieser Fußmarsch auch wunderbar. Man merkte gar nicht wie man vorran schritt, auch die Sonne und die gut 30°C störten nicht sonderlich. Man wanderte durch den idyllischen Ort mit seinen niedlichen Einfamilienhäusern, gepflegten Vorgärten und hier und da immer mal wieder eine Weide mit manch Getier. Nebenbei wurde man immer wieder freundlich von entgegenkommenden Passanten jeden Alters gegrüsst, egal ob mit Joint im Mund oder ohne. Dazu kam dann noch eine kleine Besonderheit die uns auffiel: Da manchmal ein Fußweg fehlte an der Straße, waren wir teilweise direkt an der Straße unterwegs. In Deutschland hätte das hupen ausgelöst und so manch ein Außenspiegel hätte einem sicher beinahe den Ellenbogen abgefahren. In NL sah es dann so aus, das die Autofahrer immer etwas auswichen und mit ausreichend Abstand an uns vorbei fuhren, mit freundlichem Gruß meist sogar noch. Einfach ein nettes Volk da 🙂

     

    Dann war man endlich am Park angekommen und breiter als ein Schlachtschiff der Nimitzklasse: Primärziele schonmal erreicht 😀 Dazu kam dann noch das an dem Tag so gut wie nichts los war in dem Park, wir konnten bei allen Attraktionen quasi direkt durchgehen und mussten höchstens mal 3-4 Züge abwarten bis man selber drin saß 🙂

    Unser Ziel war dann direkt erstmal der neue Coaster in dem Park: FENIX. Ein Wing Coaster von B&M, heißt das die Sitze neben den Schienen angebracht sind, wie auf Flügeln eines Vogels, und nicht direkt auf den Schienen, was nochmal ein anderes Fahrgefühl gibt. Und ich kann sagen, dass sich der Park mit dem Wing Coaster eine verdammt gute Bahn da hin gestellt hat! Sie wirkt zwar recht kurz und macht von außen sogar einen recht behäbigen Eindruck wenn der Zug sich durch die Streckenabschnitte windet, dem ist aber überhaupt nicht so! Ein sehr guter Coaster mit ordentlich Kraft und Geschwindigkeit, sehr guten G-Kräften und einem wunderbar sanften Fahrgefühl. Dafür hat es sich auf jeden Fall schonmal gelohnt! Hier dann mal ein Onride – Video von dem Coaster: Onride Video – Fenix, Toverland

     

    Und so ging es dann durch den Tag, man fuhr die Coaster des Parks, verpasste seinem Kumpel eine saftige Abreibung im Air Hockey und hielt das THC – Level auf einem moderat hohem Niveau 😉

    Dies gestaltete sich auch wieder recht einfach, da hat man wieder die Toleranz der Niederländer gemerkt. Natürlich haben wir beim rauchen unserer Joints uns eine ruhige Ecke gesucht und uns nicht gerade direkt auf den Hauptweg gestellt, oder neben eine Kinderattraktion gehockt, da nimmt man ja selbstverstänlich auch ein wenig Rücksicht. Aber wie man ja weiß lässt sich Cannabis schlecht verstecken beim rauchen, man nebelt halt schnell die nähere Umgebung ein und der Geruch ist ja nunmal auch sehr markant 😉 Hier zeigte das Toverland aber wahre Toleranz, selbst die Mitarbeiter des Parks die an uns vorbei gingen grüssten nur freundlich und amüsierten sich über mein T – Shirt, der brennende Joint war überhaupt kein Thema. Auch Familien mit Kindern gingen einfach unbehelligt an einem vorbei, es gab keine störende Konfrontation oder ähnliches. Und genau das ist einfach immer wieder herrlich, man kann dann in Ruhe rauchen, sich an der Natur und der schönen Thematisierung des Parks erfreuen (wer hat schon mal in einer Grotte hinter einem Wasserfall geharzt? 😛 ) und alle sind zufrieden. Wie erwähnt haben wir ja auch etwas Rücksicht genommen auf die anderen Gäste, aber nach recht kurzer Zeit im Park sah man dann auch so viele Jointstummel in den Aschenbechern des Parks, die konnten nicht ALLE von uns sein 😛

     

    Insgesamt hat sich der Tag also mehr als gelohnt, nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Deutschen Bahn auf dem Hinweg, verlief der Rückweg sehr entspannt ohne große Probleme oder Störungen. Vor überqueren der Grenze wurde noch mal ein Stop in Venlo am Bahnhof eingelegt, um dort die hiesigen Coffeeshops nochmal einem Test zu unterziehen. Man meckert ja immer viel über die Grenznahen Regionen was die Shops und das Cannabis angeht, und da wir selber auch schon lange Zeit nicht mehr dort waren, dachten wir das es mal wieder Zeit wäre sich den hiesigen Markt anzusehen. Nach kurzer Internetrecherche und dank der Erfahrungen meines Kumpels, konnte man sich schnell auf einen Shop einigen: Das NOBODYS PLACE in Venlo. Und hier hatte ich dann mal die wohl seltsamste Coffeeshop – Experience meines Lebens 😛

    Bevor man in dem Laden überhaupt etwas kaufen darf, muss man erstmal Mitglied werden. Gegen eine Gebühr von 5 Euro werden dein Name und Geburtsjahr dokumentiert und ein Foto von dir geschossen, danach gibt es eine mehrstellige „Geheimnummer“, die man dann immer eingeben muss wenn man dort etwas kaufen möchte. Zu diesem Anmeldekram wird einem dann auch direkt mal ein beidseitig bedurcktes DIN4 Blatt mit ausgehändigt: Die Hausregeln des Shops, die sich auf 2 Seiten erstrecken, insgesamt 40 Regeln. Da stehen dann unter anderem so sinnfreie Sachen drin, wie dass das betreten des Shops zum Cannabiskauf verpflichtet, einfach nur was trinken oder mit nem Kumpel da sitzen der sich was geholt hat, ist nicht. Bei Verstoß gegen diese merkwürdigen Regeln wird man dann schnell des Shops verwiesen und einem der Account mit seiner Geheimnummer gesperrt, man kann also nichts mehr kaufen…

    Aber ob man da überhaupt was kaufen möchte ist die Frage! Nach dem Anmeldeverfahren haben wir uns dann mal zur Theke vorgekämpft und das Angebot geprüft: Eine Auswahl von 8 verschiedenen Haze Sorten, von denen einige Namen sehr seltsam klangen wie zum Beispiel „Crystal Sour Moonshine Haze“. Neben den Haze Sorten gab es dann noch eine geringe Auswahl von 3 Sorten Hash, die nach Begutachtung aber schnell aussortiert werden konnten da die Qualität mehr als zu wünschen übrig ließ, und das bei den Preisen die dafür aufgerufen wurden in dem Laden. Der Bartender war soweit freundlich, hatte aber leider auch keine Ahnung und konnte unsere Nachfragen nach Genetik oder sonstigen Hintergründen zu den Sorten nicht beantworten, wollte auch nicht die Dosen mit seinem Vorrat auf den Tresen stellen, damit man sich die Ware vorher mal ansehen konnte. Dies wäre ja eigentlich schon mehr als Grund genug den Laden direkt wieder zu verlassen, was wir auch getan hätten normalerweise, aber man wollte ja dann doch mal die Venloer Qualität testen. So fiel die Wahl auf ein „Bling Haze“ und ein „Mango Haze“, welches wir dann in dem recht vollen Laden schnell verdrehten, um die Joints dann draußen zu rauchen, da wollten wir uns nicht länger aufhalten als notwendig… Während wir dort saßen und drehten konnten wir dann auch noch live mit erleben wie ein Kunde vor die Tür gesetzt wurde. Der genaue Grund war nicht genau verständlich, da die Venloer ein verdammt seltsames Niederländisch sprechen, aber die Art und Weise des Rausschmiss zeugte von ziemlicher Unfreundlichkeit und Aggression seitens des Personals. Wir waren dann schon froh dort wieder raus zu sein, von daher wurde dort auch keine Lunte angezündet und das war dann unser Fehler… Beim späteren rauchen der beiden Joints stellte sich schnell raus, das wir dort zwei mal ein und das selbe Haze hatten: Deutsches Standart Haze das man bei uns in der Gegend für 7-8€ bekommt, und nicht für 12,50 mit toll klingendem erfundenem Namen. Das erklärte dann auch warum man sich dort den Vorrat nicht ansehen durfte, da wäre das ja direkt aufgefallen das es das gleiche Weed ist. Und dann noch zu unterschiedlichen Preisen das ganze anbieten! Von Geschmack und Wirkung war das Gras soweit in Ordnung, es war jetzt kein gestreckter Müll oder so was, aber für den Preis kann man eigentlich was wesentlich besseres erwarten als deutschen Standart und dieser Nepp mit den 8 angeblichen Sorten im Angebot des Shops ist ja mal glatter Betrug.

    Wer sich mal die Website ansehen möchte von dem Laden, wo auch die Hausregeln (auf niederländisch) zu finden sind, kann dies ->Hier<- machen…

    Also, wir haben es dann mal wieder aktuell getestet und können nun mit Gewissheit sagen: HALTET EUCH VON VENLO FERN! Für Cannabistouren kann man das echt vergessen, da ist man weiter im Land wesentlich besser bedient und spart sogar noch ein wenig Geld. Die Coffeeshops in Venlo sind da leider ein perfektes Negativbeispiel, von unfreundlichen abgewrackten Bartendern bis hin zu völlig überteuerten Sorten, oder einer maximal Auswahl von 1x Haze, 1x Kush, 1x Hash. Da kennt man einfach wesentlich besseres…

     

    Nach dieser Erfahrung stand dann der Rückweg durch Deutschland an, natürlich wieder artig ohne böses Cannabis in den Taschen, man will ja nix illegales machen und hier Internationalen Drogenschmuggel betreiben 😛 Der Rückweg gestaltete sich dann auch recht entspannt, ohne große Verspätungen oder ähnliches kam man heile und mit einer Verspätung von 10 Minuten wieder im Heimathafen an 🙂

     

    Ingesamt also eine recht interessante Tour, ich kann das Toverland jedem sehr ans Herz legen 🙂 Gerade Familien mit Kindern werden hier auf ihre Kosten kommen, da sich ein großer Teil des Parkangebots auf die jüngeren Gäste bezieht, mit Indoor Spielplätzen, diversen Kinderattraktionen und schön thematisierten Bereichen. Für die älteren in der Familie bietet der Park mit seinen Achterbahnen dann auch eine nette Auswahl: Fenix ist mit einer der besten Wing Coaster Europas, Troy einfach eine geniale Holzachterbahn (die inzwischen ziemlich rüttelt) und noch ein paar interessante Varianten die man in Deutschland so nicht findet sorgen da für ausreichend Auswahl und Kurzweil 🙂 Wie werden den Park sicherlich noch einmal besuchen, dann aber wahrscheinlich mit dem PKW, das macht die Anreise dann doch nochmal ein wenig angenehmer für uns.

     

    Es grüßt,

    Jack

     

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    #4172

    Satihex
    Moderator

    Ein echt schöner Artikel!  So informativ und  unterhaltsam, ich würde fast auch….Coaster fahren in Toverland! Heißt das Flügel-Ding coaster oder liege ich mit dem Begriff Achterbahn auch noch halbwegs richtig? Will ja niemandem auf den Fuß treten, aber das sind wirklich Welten zwischen den Holzbahnen meiner Kindheit und diesen monstermäßigen Geräten einer hochtechnisierter Zunft…wow sag ich nur…!!!

    Venlo scheint ja schon seit Jahren seinen schlechten Ruf zu verteidigen, ich war ja nun schon ein paar Jährchen nicht mehr in Venlo, weil es sich bisher nicht lohnte. Das scheint zukünftig auch nicht besser zu werden, wie ich lese. Meckern wir aber besser nicht über die Verhältnisse unter des Nachbarn Sofa, man weiß ja Bescheid, dank eures heldenhaften Einsatzes kann man sich den Weg also auch weiterhin getrost sparen.

    Danke für die Zeit und Mühe, die du investierst, ich liebe es, deine Artikel zu lesen….

    mal so nebenbei angemerkt

    #4173

    JackJuicyFruit
    Keymaster

    Da liegst du absolut richtig Sati, „Coaster“ ist einfach nur der englisch Begriff für Achterbahnen, immer diese Anglizismen hier….. 😛 Aber ist halt schon was anderes als die Holzachterbahnen wenn man in so einem Stahlmonster sitzt, auch wenn ich jederzeit eine gute Holzachterbahn fahre, einfach des radikalen Feelings wegen 😀

     

    Und das mit Venlo war halt wie schon beschrieben ein Experiment, da wir ja auch schon lange nicht mehr da waren, man viel negatives gehört hat und sich nun halt einfach mal selber nochmal überzeugen wollte. Ich bin nun stolzer Besitzer einer Geheimnummer und kann fröhlich im „Nobodys Place“ einkaufen gehen, was ich aber sicherlich niemals wieder machen werde 😛 Eigentlich schade, da es ja doch so viele positive Beispiele an Shopkultur findet in den Niederlanden, wo man ein wesentlich angenehmeres Erlebnis hat, mit besserer Qualität zu besseren Preisen und vor allem ohne so ein Theater drum herum. Aber nuja, es war halt ein Versuch, man kennt ja genug andere Ecken wo man hingehen kann 😉

     

    Und danke für die netten Worte, ich schreib ja schon ganz gerne meine Geschichten hier, so fern ich mich noch an den Tag erinnern kann nach der Masse an Lunten 😛

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